Die Targa und Coppa Florio, das Rennen der „7.000 Kurven“, führte auf engen Gebirgsstraßen mitten durch die Bergdörfer Siziliens. Die Targa Florio umfasste vier Runden, die Coppa eine weitere fünfte; jede war 108 Kilometer lang. Die Targa zu gewinnen, bedeutete noch lange nicht, auch Sieger der Coppa Florio zu sein, denn eine Runde in diesem harten Straßenrennen durchzustehen, war kein Kinderspiel.

Christian Werner schaffte es – unterstützt durch Beifahrer Karl Sailer, der vor allem dafür zuständig war, den Benzintank per Handpumpe unter Druck zu halten und die Fettschmierung zu gewährleisten. Am 27. April 1924 gewinnt das Team auf einem Kompressor-Mercedes beide Auszeichnungen und erzielt zudem mit 1:35 Stunden einen Rundenrekord. Die Teamkollegen Christian Lautenschlager und Alfred Neubauer schaffen den zehnten und fünfzehnten Platz. Bei der Vergabe des Klassenpreises belegt Mercedes die ersten drei Ränge.

Für Verwirrung sorgte die Lackierung der Boliden. Statt der üblichen deutschen Rennfarbe Weiß leuchteten die Rennwagen in italienischem Rot. Es geht das Gerücht, die Mercedes-Crew wollte sich damit vor Steinwürfen feuriger sizilianischer Fans schützen.

Doch jetzt kamen wir und schweißten aus tausenden von Altmetall den Targa Florio zusammen. Knapp 700 kg bringt er nun auf die Waage. Natürlich wurde nicht nur das Fahrwerk originalgetreu nachgebaut sondern auch der Motor und zwar in allen Einzelheiten. Der Targa rollt auf seinen Metallrädern und wird sicher so manchen Oldtimerfan mal wieder aus den Socken hauen.

Technische Daten des Original-Fahrzeugs:

  • Vierzylinder-Reihenmotor M 7294
  • Hubraum: 1.989 ccm
  • 126 PS mit Kompressor bei 4.500 U/min.
  • Höchstgeschwindkeit: 120 km/h
  • Radstand: 2.700 mm
  • Gesamtlänge: 3.800 mm

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Targa_Florio